Das Zufällige, Spielerische, Spontane.

Bereits in ihren ersten Arbeiten – zarten, transparenten Bildobjekten aus Papier – begann sie einen konsequenten Weg zu ihren heutigen Metallobjekten zu gehen. Bis heute lässt sich eine stringente Werkentwicklung erkennen, in der sie sich auch mit den Exkursionen über die Photografie immer treu bleibt. Von ihren frühen Werken aus Papier, über kleinformatige, teils farbige Metallobjekte bis hin zu mannshohen, gebogenen Skulpturen aus leichtem Aluminium und gegossener schwerer Bronce.

 

Die Tradition des Bauhauses klingt mit den klaren Farben und graphischen Formen in ihren Arbeiten an. Auch an die Arbeiten eines Kasimir Malewitsch und anderer Konstruktivisten fühlt man sich im Ansatz ihrer Bild- und Formensprache erinnert, z.B. „Gedanken an Malewitsch“ heißt ein Titel eines Objektes aus dem Jahr 2004. Dabei spielt aber auch das Zufällige, Spielerische, Spontane im Entstehungsprozess eine Rolle, wie in den Arbeiten eines John Chamberlain, der aus objéts trouvés, aus Resten unserer Wegwerfgesellschaft farbige schwere Metallskulpturen schweißt.

 

Der Widerspruch zwischen Planung und Intuition, Struktur und Dekonstruktion, planer Fläche und gebogener Form, perfekt applizierter Farbe und Verwitterung macht das Spannende, Faszinierende in den Arbeiten von Tatjana Busch aus. Ihre im Ansatz streng reduzierte Bildsprache bricht sie im Laufe des Entstehungsprozesses ihrer Objekte immer wieder auf. Sie geht von strengen graphischen, geometrischen Formen aus wie dem Kreis, dem Rechteck, dem Dreieck, sprengt diese aber durch die Veränderung der Fläche in die dritte Dimension und es entstehen völlig andere, vielfältigste Formen für das Auge des Betrachters, je nachdem aus welchem Blickwinkel man sich der jeweiligen Arbeit nähert.

Am Anfang steht genaue Planung und Strukturierung, was die Größe der Aluminiumplatten und ihre Farbgebung betrifft. Dann allerdings, im Prozess der Veränderung, der Bemalung nach dem Lust-Prinzip, nach der Biegung der Fläche in die dreidimensionale Form kommt wieder das Element des spontanen, ungeplanten hinzu. Verstärkt wird dieser Effekt besonders bei Arbeiten, die sie bewußt im Außenraum der Korrosion preisgibt, der Veränderung durch Wind und Wettert, wodurch sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Sie überträgt spielerisch geometrisch fließende Formen und lässt dabei bewußt das Prinzip des Zufalls zu.

Das Wechselspiel von Ratio und Emotion im Verlauf der Entstehung einer Arbeit, sowie Farben, Licht, Formung und auch das Finden des richtigen Ortes sind für das jeweilige Objekt relevant. Das Prinzip des goldenen Schnitts und harmonische Proportionen werden in ihren Arbeiten sichtbar. Ein Grundsatz des Bauhaus, des Propotionsschemas, der Modulor, von le Corbusier, der auf die Maße von da Vinci bzw. Vitruv zurückgreift, all das fließt intuitiv in ihre Arbeit ein. Neu ist die Verknüpfung mit Klang. Sie entdeckte die Objekte in ihrer Eigenschaft als Resonanzkörper und identifizierte mit Hilfe eines Instrumentenbauers die Grundtöne einzelner Arbeiten. Eines schwingt sehr klar in einem 3-Klang.

Intuitiv erzeugte Form, Klang und Harmonie gehen eine Synthese ein. Man könnte sagen, so sieht ein 3-Klang aus.

 

Dr. Stephanie Staby, 2010

 

Bereits in ihren ersten Arbeiten – zarten, transparenten Bildobjekten aus Papier – begann sie einen konsequenten Weg zu ihren heutigen Metallobjekten zu gehen. Bis heute lässt sich eine stringente Werkentwicklung erkennen, in der sie sich auch mit den Exkursionen über die Photografie immer treu bleibt. Von ihren frühen Werken aus Papier, über kleinformatige, teils farbige Metallobjekte bis hin zu mannshohen, gebogenen Skulpturen aus leichtem Aluminium und gegossener schwerer Bronce.

Die Tradition des Bauhauses klingt mit den klaren Farben und graphischen Formen in ihren Arbeiten an. Auch an die Arbeiten eines Kasimir Malewitsch und anderer Konstruktivisten fühlt man sich im Ansatz ihrer Bild- und Formensprache erinnert, z.B. “Gedanken an Malewitsch” heißt ein Titel eines Objektes aus dem Jahr 2004. Dabei spielt aber auch das Zufällige, Spielerische, Spontane im Entstehungsprozess eine Rolle, wie in den Arbeiten eines John Chamberlain, der aus objéts trouvés, aus Resten unserer Wegwerfgesellschaft farbige schwere Metallskulpturen schweißt.

Der Widerspruch zwischen Planung und Intuition, Struktur und Dekonstruktion, planer Fläche und gebogener Form, perfekt applizierter Farbe und Verwitterung macht das Spannende, Faszinierende in den Arbeiten von Tatjana Busch aus. Ihre im Ansatz streng reduzierte Bildsprache bricht sie im Laufe des Entstehungsprozesses ihrer Objekte immer wieder auf. Sie geht von strengen graphischen, geometrischen Formen aus wie dem Kreis, dem Rechteck, dem Dreieck, sprengt diese aber durch die Veränderung der Fläche in die dritte Dimension und es entstehen völlig andere, vielfältigste Formen für das Auge des Betrachters, je nachdem aus welchem Blickwinkel man sich der jeweiligen Arbeit nähert.

Am Anfang steht genaue Planung und Strukturierung, was die Größe der Aluminiumplatten und ihre Farbgebung betrifft. Dann allerdings, im Prozess der Veränderung, der Bemalung nach dem Lust-Prinzip, nach der Biegung der Fläche in die dreidimensionale Form kommt wieder das Element des spontanen, ungeplanten hinzu. Verstärkt wird dieser Effekt besonders bei Arbeiten, die sie bewußt im Außenraum der Korrosion preisgibt, der Veränderung durch Wind und Wettert, wodurch sich eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Sie überträgt spielerisch geometrisch fließende Formen und lässt dabei bewußt das Prinzip des Zufalls zu.

Das Wechselspiel von Ratio und Emotion im Verlauf der Entstehung einer Arbeit, sowie Farben, Licht, Formung und auch das Finden des richtigen Ortes sind für das jeweilige Objekt relevant. Das Prinzip des goldenen Schnitts und harmonische Proportionen werden in ihren Arbeiten sichtbar. Ein Grundsatz des Bauhaus, des Propotionsschemas, der Modulor, von le Corbusier, der auf die Maße von da Vinci bzw. Vitruv zurückgreift, all das fließt intuitiv in ihre Arbeit ein.

Neu ist die Verknüpfung mit Klang. Sie entdeckte die Objekte in ihrer Eigenschaft

als Resonanzkörper und identifizierte mit Hilfe eines Instrumentenbauers

die Grundtöne einzelner Arbeiten. Eines schwingt sehr klar in einem 3-Klang.

Intuitiv erzeugte Form, Klang und Harmonie gehen eine Synthese ein.

Man könnte sagen, so sieht ein 3-Klang aus.

Dr. Stephanie Staby